Alfred Gelbmann: Trümmerbruch oder Die Entdeckung des glücklichen Raumes

Kyrene Verlag Innsbruck-Wien 2012 Anläßlich der jüngsten „Tage der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt argumentierte eine der Jurorinnen hinsichtlich des komplexen und dicht gewirkten Textes einer Autorin, indem sie von „Zeitmanagement“ sprach. Aus meiner Sicht ist dieses Wort unzulänglich und absolut unpassend für den Umgang mit Literatur, mehr noch, es ist dem Leistungsgesellschaft-Kontext entnommen und somit… Alfred Gelbmann: Trümmerbruch oder Die Entdeckung des glücklichen Raumes weiterlesen

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Bettina Balàka: Kassiopeia

Roman Haymon Verlag Innsbruck 2012 Der kleine Tod in Venedig Seit die Liebe keine Himmelsmacht mehr ist und ihr Gelingen auch nicht mehr in den Sternen steht, ist sie eine Angelegenheit von Risikostrategien – deren pointierte Version bekanntlich das Gefangenendilemma darstellt. – Tit For Tat ist demnach die Devise, im speziellen Fall: wenn Du Tricks… Bettina Balàka: Kassiopeia weiterlesen

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Marietta Böning: Die Umfäller

Roman edition ch Wien 2008  Die kühle, überzeugende und unausweichliche Atmosphäre in diesem Buch entsteht dadurch, dass die Autorin auf mehreren Wahrnehmungs- und damit Sprache-Ebenen agiert: Da ist das „setting“, da sind die Szenen, die Personen, das Agieren. Und – noch manifester – ist da diese Metaebene die immer mitspricht; wenn es um die Auswüchse… Marietta Böning: Die Umfäller weiterlesen

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Erika Kronabitter: Mona Liza

Roman Limbus Verlag Innsbruck-Hohenems 2007 Ein expressives, lautes Buch ist das, eines das aufhorchen lässt: der Untertitel des Romans lautet „Die Prosa der Verhältnisse“. Diverse Rollenklischees, die Frau als Gebärmaschine, als angepasstes Weibchen etc. werden angesprochen, aufgezeigt und zugleich in Frage gestellt und unterwandert. In immer neuen Anläufen, Zugängen, Schnitten, Rückblenden, Bewusstseinswiedergaben rollt die Autorin… Erika Kronabitter: Mona Liza weiterlesen

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Friedrich Hahn: egal

Verlag Der Apfel Wien 2007 Die Liebe ist kein Roman Friedrich Hahn hat einige Bücher über die Liebe geschrieben. Dies ist sein erster Roman. Die Liebe ist inkommensurabel, deshalb können Tina, aus einer achtjährigen Haft entlassen, und Harald, ihr vormaliger Bewährungshelfer, nichts über die Liebe sagen. Das, was Harald Kreill als „erfahrung jenseits der erfahrung“… Friedrich Hahn: egal weiterlesen

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Christa Nebenführ: Blutsbrüderinnen

Roman Milena Verlag Wien 2006 Die Lektüre setzt sich fort, auch nach Beendigung des Buchs. So rasch gibt man/ Frau nicht auf. Hinterläßt doch gerade das Gedicht am Ende des Buchs eine Melancholie, um nicht zu sagen eine gewisse Schwermut. Und das ist das Interessante an dem Buch: Die Autorin erzählt mit Humor und Ironie… Christa Nebenführ: Blutsbrüderinnen weiterlesen

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Ruth Aspöck: (S)TRICKSPIEL

Montage Edition die Donau hinunter Wien-St. Peter am Wimberg 2003 Wohlstrukturiert, aus einem konsequenten Gestus heraus, aber auch spielerisch und sehr originell ist dieser neueste Band von Ruth Aspöck. Geschichte, Mythologie oder auch Etymologie finden Eingang in das Thema und lassen nach und nach ein (S)TRICKSPIEL entstehen. Die geistreiche, ganz und gar nicht langatmige Aufarbeitung… Ruth Aspöck: (S)TRICKSPIEL weiterlesen

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Martin G. Wanko: KEN. A CRIME STORY

edition kürbis Wies 2002 Einerseits „a crime story“ – mit vielem was dazugehört –, andererseits alles, was sich an den Kipp-Punkten der menschlichen Existenz bewegt: Um Randgänge physischer wie psychischer Art, das Oszillieren zwischen Tag- und Traumbewußtsein, Authentizität und Künstlichkeit wie auch den Kampf um’s Überleben, geht es in diesem ersten Roman des Grazer Autors… Martin G. Wanko: KEN. A CRIME STORY weiterlesen

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Friedl/Hahn/Janisch/Neuwirth/Silberbauer: Tarot Suite

Roman Deuticke Wien-Frankfurt am Main 2001 Literatur ist stets das Zusammenwirken von Disziplinierung und spielerischem Umgang, Struktur und Intuition. In diesem Sinne entstand auch der vorliegende Roman: Insgesamt fünf Autor/inn/en trafen sich, um sich mit der großen Arkana aus dem Tarot auseinanderzusetzen: Jede/r von ihnen zog eine Karte. 5 Abende folgten, mit Essen und je… Friedl/Hahn/Janisch/Neuwirth/Silberbauer: Tarot Suite weiterlesen

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Mela Hartwig: Bin ich ein überflüssiger Mensch?

Roman Droschl Verlag Graz-Wien 2001 Ein ebenso berührendes wie zurückweisendes Buch ist der eben erst erschienene, bereits um 1930 geschriebene Roman Mela Hartwigs. Damals, im Jahre 1933, erteilte der Zsolnay-Verlag der Autorin eine Absage, da äußeres „Weltbild“ und „Lebensanschauung“ im Werk Hartwigs zu sehr divergierten. Umso informativer mutet auch das Nachwort Bettina Fraisls zu Leben… Mela Hartwig: Bin ich ein überflüssiger Mensch? weiterlesen