Helmuth Schönauer: Die Vollbeschäftigung der Sinne

Gefräste Gedichte

Grasl Verlag
Baden bei Wien 2003

Er ist ein Spracharbeiter, der Autor, er siedelt seine Gedichte in unterschiedlichen Räumen an: Gesellschaftsräumen, als da auch medialen Räumen, Kopfräumen.

Das Grauen hält Einzug, und wenn nicht real, so doch immer wieder als Vorstellung: Bilderfeldzüge sind das, scharf geschliffen, mithin poetisch, insistierend, radikale Feststellungen.

Das sind formale Raster aus Faktischem, Festmachungen, – die Sinne, wie der Titel sagt, werden bis zur letzten Konsequenz befasst – kein Entrinnen möglich.

Einer der spannendsten Gedichtbände der jüngsten Zeit.

Petra Ganglbauer