Andreas Unterweger: Du bist mein Meer

Novelle

Droschl Verlag
Graz 2010

Es beginnt alles mit dem Verlust eines Fotoapparats.
Dann folgt ein subtiles Spiel mit Innen- und Außenwahrnehmung, ein Schwenk der Zeiten; zwischen Involviertheit und kühler Distanz bewegen sich die Skizzen, Bildeinstellungen Andreas Unterwegers.
Seine Sprache, schmale Zeilen, unprätentiös und dennoch knisternd, Spannung erzeugend, lokalisiert sich zwischen den Ereignissen, dem Tun, dem Leben also und externen Einwürfen: Regieanweisungen.

Die ruhige poetische Kameraführung gestattet, dass trotz der vielen Wahrnehmungsswitches jede Gedanken- oder Bildeinstellung nachvollziehbar und miterlebbar wird.

Diese Arbeit lebt von der eigenwilligen Zusammenschau aus Ruhe und einer Art Dauerbewegung. Das Buch als Film.

Alles inszeniert sich zwischen den Zeilen, die wenigen Sätze setzen Akzente, die Leere dazwischen spricht und erzählt von der Liebe, auch von dieser.

Petra Ganglbauer