Christian Ide Hintze: nantzn

asemantic performance poetry 1989-2009

www.acolono.com
Wien 2010

Spannend und zugleich die Achtsamkeit des Betrachters/ der Betrachterin schulend, ist dieses Video, auf dem sich kurze und Kürzest-Sequenzen von „asemantic performance poetry“ finden.

Viele der Stücke kommen einem poetischen Ritual gleich: der Dichter, weit gereister Autor und verdienter Leiter der Schule für Dichtung in Wien, setzt gleichsam alles ein, was ihm gestisch, stimmlich, artikulatorisch, ganzkörperlich und vor allem feinstofflich zur Verfügung steht, um dort anzusetzen, wo die Sprache ihren Ursprung hat und um diese Tiefenschichten zu übersetzen.
Er kommuniziert bisweilen auf einer Ebene, die für viele von uns nur erahnbar ist, er zeichnet Spuren in die Luft, setzt Markierungen in den Raum. Verlangsamt, dann wieder beschleunigt oder Akzente setzend.

Bewundernswert die große Disziplin, die hinter diesen Performances, die die Arbeit Hintzes aus vielen Jahren und an vielen Orten (von Kuba bis in die österreichische Waldlandschaft) spiegeln, steckt.

Die Parameter für diese Arbeiten dürften etwa so lauten:
Bewusstsein, Achtsamkeit und poetische Souveränität.
Sehenswert!

Petra Ganglbauer

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